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Karl Meyer – Ev.-luth. St. Marien Kirchengemeinde – Isenbüttel

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GD-Anders 28.06.20


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Anlaufstelle Corona-Positives-Verdachtsfälle

Anlaufstelle für Corona-Positives-Verdachtsfälle

Haben Sie die Überschrift auch richtig gelesen? Es geht hier nicht um positiv getestete Corona-Verdachtsfälle, sondern um den Blickwechsel: Die Corona-Pandemie hat zweifellos unfassbar viel Negatives mit sich gebracht, aber damit werden wir täglich genug konfrontiert. Wer wagt es, einmal die Perspektive zu ändern?

Wie sieht es mit Ihrem eigenen Blickwechsel aus?

Was hat Corona für Sie trotz allem Positives bewirkt?

Mit der Kommentarfunktion können Sie hier Ihre Mitmenschen an Ihren guten Gedanken teilhaben lassen.

Machen wir uns gegenseitig Mut!

Birgit Fichtner


Unsere Söhne bekochen uns jetzt jede Woche mindestens einmal und auch wenn es manchmal 22 Uhr wird, schmeckt es hervorragend und die Küche ist hinterher immer aufgeräumt.
(Andrea Lustig)

Entschleunigung ist Zeit zur Besinnung:
Was ist wirklich wichtig im Leben?
(Britta Kremmling)

Corona hat für mich positiv bewirkt, dass ich den Frühjahrsputz und den Garten „aus dem Winterschlaf holen“ ohne Zeitdruck erledigen kann und trotzdem noch genügend Zeit finde, bei dem schönen Wetter die Ruhe mit einem guten Buch in der Sonne oder bei einem Spaziergang zu genießen.
(Gunda Küster)

Das Positive an Corona für mich ist, die Fokussierung auf Gesundheit und Familie und einhergehend damit die Besinnung auf das Wichtigste im Leben.
(Claudia Weilandt)

Wir lernen gerade, dass wir mit viel weniger auch gut leben können, z.B. geht Sport auch ohne die Geräte in der „Muckibude“ sehr gut.
(Niklas Neemann)

An meinem eigenen Leben und meiner Einstellung dazu hat sich nichts geändert, aber es hat mich sehr beeindruckt und bewegt – und tut es immer noch – bei einer großen Zahl unserer Mitmenschen Eigenschaften zu entdecken, von denen ich dachte, sie seien in unserer modernen Gesellschaft weitestgehend abhandengekommen.
(Lothar Stövesandt)

Ich freue mich, dass ich jeden Morgen mit meiner Frau in Ruhe frühstücken kann.
(Henning Müller)

Während ausgeprägter Spaziergänge habe ich Straßen und Häuser in meiner unmittelbaren Umgebung erstmalig wahrgenommen, die ich ohne orona wahrscheinlich nie wahrgenommen hätte, und in der plötzlich massiv hinzugewonnen Zeit habe ich viele längst „eingeschlafenen“ Kontakte telefonisch reaktivieren können.
(Burkhard Kremmling)

Mehr Zeit miteinander und absolute Entschleunigung.
(Iris Burmester)

Das Virus hat auf jeden Fall entschleunigt und zu einer Rückbesinnung auf das Wesentliche geführt. Man hat wieder gelernt, die einfachen Dinge im Leben zu schätzen. Ich will hoffen, dass man die Dinge die man vermisst und aktuell nicht tun kann (persönliche Kontakte, Feiern …), danach mehr zu würdigen weiß.
(Heinz Höhner)

Intensivere Zeit mit der Familie ohne Terminstress und Zeit für aufgeschobene Dinge genommen.
(Heidi Höhne)

Mehr Zeit zum Grillen und gemeinsames Genießen des wunderschönen Gartens.
(Thorsten Güldner)

Mein Mann kann jetzt nicht mehr in die Kneipe gehen und bleibt bei mir zu Hause.
(Anonym)

Wir freuen uns, dass wir jetzt die Zeit haben, abends vor der Haustür zu musizieren und die Nachbarn hinter dem Zaun oder aus dem geöffneten Fenster mitsingen bzw. zuhören. [Seit ca. Mitte März wird jeden Abend an verschiedenen Orten in Isenbüttel ein täglich wechselndes Lied aus dem Gesangbuch u.a. auch von Mitgliedern des Posaunenchors und der Flötengruppe gespielt.](Diana Müller und Marion Schröder)

Videokonferenzen mit der ganzen Familie – Kinder, Geschwister, Neffen und Nichten mit Familie und sogar die Eltern sind dabei.

Entschleunigung – ich stelle fest, dass das Wegfallen meiner sonst recht vielen Termine mir (zumindest noch) eher gut tut als dass ich, wie vermutet, den viel zitierten Lagerkoller bekomme.
(Ulrike Dierker)

Der Drang der Menschen zum Perfektionismus ist zurückgegangen, weil die Mitmenschen jetzt viel mehr Verständnis für vermeintlich nicht Perfektes haben und wir haben viel mehr Zeit für die Familie.
(Nadine Kremmling)

  • -Entschleunigung
  • -Nochmals deutliches Bewusstsein, wer und was ist mir im Leben der/die/das Wichtigste. Wen/ was vermisse ich am meisten
  • -Eine Um-Orientierung vom Außen mehr ins Innere!!!
  • -Entdeckung der unmittelbaren Umgebung mit vielen Spaziergängen und Radtouren
  • -Perspektivenwechsel von den Highlights auf die vielen kleinen, fast alltäglichen, aber nicht minder schönen Dinge
  • -Zusammenrücken
  • -Kreativität
  • -Viele tolle und reflektierte Gespräche
  • -Das Erleben, wie viele Menschen sich engagieren ( z.T. über die Grenzen hinaus) und für andere da sind

(Karin Genschor-Becker)

  • -Ein bisschen ist es wie in der Fastenzeit, nur dass vorgegeben wird, was man fastet.
  • -Ich weiß dann besser, worauf ich mich wieder freuen kann und genieße das dann hoffentlich intensiver (was sonst alltäglich ist)
  • -Ich verbringe mehr Zeit mit der Familie und kommuniziere mehr mit (alten) Freunden.
  • -Ich freue mich über das schöne nahe Umfeld in Isenbüttel und bin sehr froh, nicht einer Großstadt zu wohnen.
  • -Es könnte noch ein bisschen mehr sein, aber der Alltag ist etwas entschleunigter – was ich sehr schön finde.
  • -Ich freue mich über die Diszipliniertheit der Menschen (Ausnahmen gibt es leider immer).
  • -Die Hilfsbereitschaft von Menschen wird sichtbarer (ein mir noch persönlich unbekannter Mensch macht Einkäufe für meine Eltern und die Abwicklung ist sehr unkompliziert).
  • -Die Umwelt kann CO2-mäßig mal ein bisschen durchatmen – wenn wir dem Klimawandel und seinen Folgen nicht Tür und Tor öffnen wollen, sollten wir anschließend einiges beibehalten.
  • -Ich genieße großartige Gottesdienste/Predigten zu Zeiten, wann es für mich möglich ist .

(Henning Volkmar)

Die Stille der Welt bringt mir auch innerlich Ruhe, ich kann mehr spüren, was Gott von mir will, unter anderem folgendes:
Durch die vielen Reportagen und Infos der Virologen, wie so ein Virus entsteht und zu uns Menschen gelangt – z.B. Abholzung der Wälder sowie Umweltverschmutzung – ist in mir ein großer Wunsch entstanden, alles zu tun was möglich ist, damit dieser wunderbare Planet, ein Geschenk Gottes, erhalten bleibt, damit so etwas nicht mehr passiert.
(Adelheid Stövesandt)

Gedanken zum Tag Christi Himmelfahrt


Gedanken zum Tag Christi Himmelfahrt

Isenbüttel am 21.05.2020

„Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe!“ (Epheser 4,15)

Jesus Christus fährt auf zu seinem Vater in den Himmel. … und was kommt danach? Die Menschen waren es gewohnt, dass Jesus mit ihnen umherzog, mit ihnen redete, mit ihnen das Leben teilte und sie so etwas von Gott erfuhren, was sie bis dahin noch nicht gehört hatten. Aber was sollte jetzt werden, aus dem, was so gut begonnen hatte?

Schon seine Kreuzigung und Auferstehung brachte alle guten Gewohnheiten durcheinander – da brauchten die Frauen und Männer die Begegnungen mit dem Auferstanden, damit sie im Glauben bleiben konnten.

Jesus erinnert seine Anhänger nach seiner Auferstehung an die Worte, die er zu ihnen geredet hatte und zugleich an die Liebe, die er ihnen vorgelebt hatte.

Nun waren sie selbst an der Reihe, das in der Liebe umzusetzen, was sie im Glauben empfangen hatten. Denn Jesus spricht: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebhabt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Schüler seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Johannes 13,34f.)

An der Liebe können Andere erkennen, dass Menschen zu Jesus Christus gehören und erfahren, dass sie sein „Werk“ fortsetzen und so durch die Menschenfreundlichkeit und Güte Gottes die Welt ein Stückchen heller machen.

Liebe üben und sich darin als wahrhaftig erweisen – das ist es, womit der auferstandene Christus jeden Christen beauftragt.

Das ist es, was bleibt, nachdem Christus zum Himmel aufge-fahren ist. Darin lebt Christus in uns weiter mitten in einer Welt, die sich nach Liebe sehnt und davon lebt. Möge es uns gelingen durch die Kraft des Geistes Gottes in Jesus Christus! Amen.                                    Frank Eisel

 

Eine etwas andere Himmelfahrtstour

 

die Kirchengemeinden Isenbüttel, Ribbesbüttel / Rötgesbüttel, Calberlah / Essenrode und Meine / Grassel bieten in diesem Jahr eine etwas andere Himmelfahrtsaktion an. Da der regionale Gottesdienst, der sonst immer sehr gut besucht ist, in diesem Jahr Corona-bedingt nicht stattfinden kann, wird es himmlische Im-pulse aus jeder Gemeinde zum Mitnehmen geben. Zu Himmelfahrt sind viele gern mit dem Rad unterwegs. Warum dann nicht die verschiedenen Kirchengemeinden der Region ansteuern und einen kurzen geistlichen Impuls aus jeder Gemeinde mitnehmen?

Sie hängen an der Wäscheleine oder liegen in einem Kästchen an der Kirchentür, an manchen Orten ist vielleicht sogar die Kirche geöffnet oder es stehen Getränke bereit.

Die Impulse wurden von den Geistlichen in der Region verfasst und beleuchten ganz verschiedene Aspekte von Himmelfahrt.

Wer sich auf den Weg machen möchte, kann folgendes finden:

  • In Isenbüttel vor der Kirchentür einen Impuls von Pastor Frank Eisel
  • in Ribbesbüttel und Rötgesbüttel zwei verschiedene Impulse von Pastor Michael Bausmann jeweils an der Gebetsecke direkt bei der Kirche
  • In Calberlah und Essenrode verschiedene Impulse von Pastorin Sina Schumacher jeweils vor der Kirche
  • In Meine ein Impuls von Diakon Gerd Höper am Zaun vor dem Gemeindehaus (Hauptstraße 29)
  • In Grassel einen Impuls von Pastorin Julia Kettler direkt an der Kirchentür

     

Machen Sie sich auf Entdeckungsreise und genießen Sie diesen Feiertag!

Andachtsblatt P. Eisel zum 10.05.20

Vierter Sonntag nach Ostern: Kantate, 10.05.20

 

Wochenspruch: Singet dem Herrn ein neues Lied,

denn er tut Wunder. (Psalm 98,1)

 


Foto: F. Eisel            

 

Mit dem Wochenspruch werden wir zum Singen ermuntert – und das in einer Zeit, in der das Singen in der Kirche nicht erlaubt ist, weil die Aerosole beim Singen mit der Atemluft zu weit fliegen und unsere Mitmenschen infizieren könnten. Doppelt schade, dass wir am Sonntag „Kantate“ nicht so singen können, wie wir gerne täten.

 

ABER: Welches sind denn die Wunder, von denen wir singen sollen? …

Davon spricht der Psalm 98 selbst: „Der HERR lässt sein Heil verkündigen, vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar. Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, aller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes. …“

 

Gott lässt im Alten Testament durch seine Propheten sein Heil verkündigen und er tut es bis heute auch im Neuen Testament durch seine Apostel, die davon erzählen, dass Gott in Jesus Christus etwas ganz Großes getan hat. Gott hat durch Jesus Wunder geschehen lassen – und nach seiner Kreuzigung das größte Wunder überhaupt in der Auferstehung.

 

Jesus Christus, der König der Juden, der als Jude lebte macht Gottes Gerechtigkeit offenbar, die nicht mehr bedeutet: Gerechtigkeit aus dem Gehorsam dem Gesetz gegenüber, sondern Gerechtigkeit aus dem Glauben. Denn so sagt es Paulus im Brief an die Epheser (2,8): „Aus Gnade sind wir selig gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“

 

Die farbige Rosette in unserer Kirche kann man nur sehen, wenn man von der Emporen-Ebene zur Treppe geht, die zur Kirchturmuhr und den Glocken führt. Diese Rosette bildet den Davidstern ab.

 

Hier eine sehr alte Abbildung aus einer der mittelalterlichen Handschriften. Das Symbol besteht aus zwei ineinander verwobenen Dreiecken.

Der Davidstern ist ein Symbol des Volkes Israel und des Judentums, in das Jesus Christus hineingeboren wurde.

 

Wer nun einmal genau auf die farbigen Glasscheiben in der Rosette achtet, erkennt, dass die rechte rote Scheibe ausgebessert wurde. Man sieht Fingerabdruckspuren im Kitt. Denn ursprünglich war die rechte Dreieckspitze aus grünem Glas gefertigt und es entstand ein grünes und ein rotes Dreieck. Auch das weiße Glas wurde nachträglich ausgebessert – möglicherweise hatte der Glaser kein gelbes Glas zur Hand.

Die Rosette über der Eingangstür unserer Kirche symbolisiert den Davidstern und verweist auf die Wurzeln unseres christlichen Glaubens, nämlich das Judentum. Ihm hat sich Gott zuerst offenbart. Zu Gott hat Israel gebetet – auch wir singen Gott bis heute Psalmen.

 

Das nach unten weisende Dreieck im Davidsstern besagt: Der Mensch hat sein Leben von Gott erhalten. Das nach oben weisende Dreieck besagt: Der Mensch wird zu Gott zurückkehren. Die zwölf Ecken des Sterns weisen auf die 12 Stämme Israels. Die 6 Dreiecke stehen für die 6 Schöpfungstage und das große Sechseck in der Mitte steht für den siebten Tag, den Ruhetag.

 

Nun feiern wir als Christen nicht mehr am 7. Tag der Woche unseren Feiertag (Samstag) nach der alten Schöpfungsordnung, sondern am 1. Tag der Woche, dem Auferstehungstag, weil Gott an ihm in Jesus Christus die Neuschöpfung begonnen hat.

 

Das Evangelium zum Sonntag Kantate (Lukas 19,37-40) berichtet von Jesus, dem König des Lebens, folgendermaßen: Als Jesus schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über die Taten, die sie gesehen hatten, und sprachen:

Gelobt sei, der da kommt, der König in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: „Meister, wiese doch deine Jünger zurecht!“
Er aber antwortete und sprach: „Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“

 

Können Steine schreien? In Isenbüttel St. Marien können sie es!

Wir sind ein Volk unter dem einem König und Herrn, Jesus Christus, dem König der Juden.

 

An zwei Seiten des Turmes, etwas oberhalb des Davidsterns sind zwei Kreuze im Mauerwerk eingelassen. Sie verkünden nach allen Seiten hin, das Symbol, das bei Paulus als das eine Zeichen für Kreuz und Auferstehung Verwendung findet. Der Gekreuzigte ist nicht mehr im Grab. Er lebt. Und vom Leben dieses Christus zeugen die Christen, die sich in diesem Gotteshaus versammeln.

 

Ja, Steine schreien. Sie rufen, so wie unsere Glocken zum Gottesdienst, damit wir in Corona-Zeiten zwar mit dem Mund schweigen, aber mit dem Herzen schreien und rufen: „Gelobt sei, der das kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ (Luk. 19,38)

        F. Eisel

 

 

Fürbitten

 

Herr Jesus Christus, Du König des Lebens, wir rufen zu Dir:

Kyrie eleison, Herr, erbarme Dich und hilf deinem Volk, dass es niemals mehr Sündenböcke sucht und findet, so wie es im Nationalsozialismus das Volk der Juden gewesen ist. Bewahre uns davor, die Menschen zu verachten und auszugrenzen, die Du geschaffen hast als Deine Geschöpfe,

wie uns selbst.

Wir danken Dir, dass der 2. Weltkrieg vor 75 Jahren sein Ende fand.

Bewahre uns davor, dass nie wieder Größenwahn und Machtstreben in unserem Land dazu führen, dass Millionen Menschen sterben müssen, sondern schenke uns allen das Leben, für das Dein Sohn gestorben ist.

Das bitten wir Dich, durch Jesus Christus, unserm Herrn. Amen

 

Vaterunser, …

 

Gott segne uns und behüte uns. Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen.

 


 

Andachtsblatt P. Eisel zum 03.05.20

Dritter Sonntag nach Ostern: Jubilate, 03.05.20

 

Wochenspruch: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur;

Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2 Korinther 5,17)

 


Lizenzfreie Bilder in: stock.adobe.com

 

In Christus neu werden … geht das überhaupt? …

Wie kann in uns und an uns das Alte vergehen und Neues werden? …

 

Der Wochenspruch zum Sonntag Jubilate stellt uns vor eine schwierige Herausforderung. Wenn Paulus davon spricht, dass wir dadurch, dass wir, die wir zu Christus gehören, getauft sind und an ihn glauben, eine neue Kreatur sind, was ist dann mit dem Alten in uns und an uns? So einfach ist das nicht mit dem „Neu-Werden“!

 

Auch dann, wenn wir noch so gerne die „Reset-Taste“ drücken und neu starten würden – in unserem Leben, in unseren Beziehungen, in unseren Gewohnheiten, unseren Vorlieben oder unserem Beruf, … wir bringen immer „das Alte“ mit: woher wir kommen, wie wir geworden sind. Wir haben unseren je eigenen Charakter, unsere Eigenschaften – eben das, was uns ausmacht, uns auszeichnet; aber auch das, was nicht schön und gut ist.

 

Doch Etwas kann neu werden:

Nämlich wie wir gesehen werden – wie Gott uns sieht oder die Menschen, mit denen wir zu tun haben.

 

Bei Gott gibt es immer einen Neuanfang, eine neue Chance solange wir leben, weil er uns liebt und wir ihm nicht egal sind. In Christus sieht Gott uns mit neuen Augen, erscheinen wir als neue Menschen, die nicht aus sich selbst heraus sind, was sie sind, sondern weil sie in Christus beschenkt wurden – zu dem gemacht wurden, wie sie vor Gott dastehen: eine Neuschöpfung aus Gottes Liebe und Güte.

 

Gott hat Großes an uns und für uns getan. Davon spricht Paulus unmittelbar vor dem Vers, der uns als Wochenspruch
begleitet. Wir stehen in einem neuen Verhältnis zu Gott, weil Christus für alle gestorben ist, damit die Lebenden nicht mehr aus sich selbst und für sich selbst leben, sondern dem, „der für sie gestorben ist und der auferweckt wurde“ (2. Korinther 5,15). Weil Gottes Liebe unserer Existenz vorausgeht, werden im Psalm 66 alle Menschen aufgefordert, Gott zu jauchzen und ihm zu lobsingen:

 

„Jauchzet Gott alle Lande!

Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich!

Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!

 

Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner Macht.

Alles Land bete dich an uns lobsinge dir, lobsinge deinem Namen.

Kommt her uns sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern. …

 

Lobet, ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen,

der unsere Seelen am Leben erhält

und lässt unsere Füße nicht gleiten.“

 

„Jubilate Deo“ – Jauchzet Gott! Lobsingt ihm, dass er das Alte in Neues verwandelt hat und uns die Hoffnung behält, dass wir ewig leben, wenn wir in Christus bleiben.

 

Von diesem Bleiben spricht auch das Evangelium zum Sonntag „Jubilate“, in dem Jesus in einem Bildwort spricht, in dem deutlich werden soll, wer wir sind und welcher Beziehung wir zu Christus stehen:

 

Christus spricht: „Ich bin der Weinstock – ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich, könnt ihr nichts tun.“
(Johannes 15,5)

 


 

Jesus bezeichnet seinen Vater als Weingärtner oder Winzer, der seinen Weinstock reinigt und ausschneidet, damit die Reben, die Frucht tragen, noch bessere und größere Trauben bringen.

 

Wir sind eingepfropft in den zuverlässigen Weinstock, der seine Ranken mit genügend Wasser und Nährstoffen versorgt. Ganz eng verbunden an und in diesem Christus zu leben, ist die Voraussetzung dafür, dass Früchte des Glaubens sichtbar werden und die Christen sich als Jünger/Schüler Jesu im Alltag bewähren. Dort, wo Früchte des Glaubens erfahrbar sind, ehren die Menschen Gott, unsern Vater, wenn sie hören, dass er es ist, der uns als Weingärtner umsorgt und pflegt und so die dafür sorgt, dass etwas Gutes wachsen kann.
Allerdings ist die Voraussetzung für das Wachsen der Früchte, dass die Christen in Christus bleiben und seine Worte in uns bleiben.

        F. Eisel

 

Fürbitten

 

Herr Jesus Christus, Du bist der wahre Weinstock. Du versorgst uns mit allen, was wir zum Wachsen und Fruchtbringen benötigen. Wir danken Dir dafür und wollen uns darin einüben, auf Dich und Dein Wort zu vertrauen.

 

Herr, unser Gott, Du schenkst das Wachsen und Reifen. Du lässt es in unserm Land regnen und uns die Sonne scheinen.

Wir bitten Dich, schenke Geduld und Ausdauer in der gegenwärtigen Corona-Krise, damit wir im Miteinander dazu beitragen, eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu vermeiden, indem wir in rücksichtsvoller Liebe die Menschen schützen, die zu den Risikogruppen gehören.

 

Herr, sei bei den Rettungskräften und den Pflegenden. Schütze sie, dass sie sich nicht selbst infizieren und gib ihnen die Kraft, denen beizustehen, die ihre Hilfe und Zuwendung brauchen.

Herr, lass bei uns Früchte des Glaubens wachsen, von denen diejenigen profitieren können, die Zuwendung und Hilfe brauchen.

Wir bitten Dich Herr, tröste alle, die einsam oder mutlos sind und schenke ihnen und uns Lebens-Hoffnung, weil Du uns ganz nahe bist, uns versorgst auch in Zeiten der Trockenheit, in denen unsere Kraft an ihre Grenzen kommt. Das bitten wir Dich, durch Jesus Christus, unserm Herrn. Amen

 

Vaterunser, …

 

Gott segne uns und behüte uns. Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen.

 


 

Andachtsblatt P. Eisel zum 26.04.20


Zweiter Sonntag nach Ostern:
Misericordias Domini, 26.04.20

Wochenspruch: Christus spricht: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“
(Johannes 10,11.27f.) 


Der gute Hirte geht seinen Schafen voraus. Er leitet und führt sie und sorgt dafür, dass sie Futter auf der Weide finden und Wasser zum Trinken.
Manche bezeichnen den 2. Sonntag nach Ostern als „Hirtensonntag“, weil Jesus, der gute Hirte im Zentrum der Verkündigung steht. Ist es da etwa eine Anmaßung, wenn Bischof Apollinaris sich in der Apsis der romanischen Basilica inmitten von Schafen in kunstvollen Mosaiken abbilden ließ? – Nein, ich denke nicht, denn er steht auf derselben Ebene, wie die Schafe um ihn und über ihnen allen steht Christus im Zentrum der Apsis–

zum einen verborgen in der Mitte des Kreuzes als Heil der Welt und …

zum andern als auferstandener Herr, der in den Himmel erhöht wurde und über der ganzen Welt steht –
alle Menschen aber leben gemeinsam unter ihm, dem einen guten Hirten.

 

So gibt es in der Kirche kein „oben und unten“, sondern nur den einen Herrn über allen, der durch sein Kreuz und seine Auferstehung die Voraussetzung für die Rettung und das Leben der Welt geschaffen hat.
Diesem Hirten nachzufolgen, darauf kommt es an. Wie aber gelingt ein Leben in der Nachfolge?

Petrus
, einer der Apostel Jesu, beschreibt das in seinem 1. Brief im Neuen Testament, der als Predigttext zum Sonntag Misericordias Domini vorgeschlagen ist (1. Petrus 2,21-25):
„Dazu seid ihr berufen, da Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen…“
Gott hat uns berufen, wir sind eingeladen mitzugehen, er möchte damit, dass wir hineingenommen werden in die Gemeinschaft der Gläubigen.Damit wir uns aber abschauen können, wie ein Lebensweg gelingen kann, hören wir im Neuen Testament von dem, was Jesus tat und sagte und seine „Anhänger“ nach ihm. An ihnen ein Beispiel zu nehmen in unserer Zeit, in unseren Lebensbedingungen und -bezügen, das ist die Kunst.

Das Wort „Vorbild“ ist mir zu abstrakt wiedergegeben. Hier ist davon die Rede, dass Christus mit seinem Reden und Tun uns etwas vorgezeichnet, vorgeschrieben hat, das wir nachmalen – so, wie die Erstklässler, die auf diese Weise die Schreibschrift lernen. Von ihm und auch von denen, die vor uns gelebt haben, können wir lernen, etwas „abkupfern“, wie Leben gelingen kann.

 

In einem zweiten Bildwort spricht Petrus von den „Fußstapfen“, denen die Christen nachfolgen sollen. Manchen sind Fußstapfen der „Vorgänger“ vielleicht zu groß, anderen wiederum zu klein – sie wollen eigene Wege gehen. Petrus macht deutlich: Wir betreten nicht als Pioniere ausgesprochen selten Neuland. Vor uns sind Menschen schon diese Wege gegangen, nach uns werden Menschen ähnliche oder gleiche Trampelpfade gehen.

Ein „Trampelpfad“ zeigt an, da ist schon jemand vor uns entlang gegangen, an diesem Pfad kann ich mich orientieren – der hat sich bewährt und wird mich durch unbekanntes Terrain führen. 

Jesus Christus gibt uns Hilfe und Orientierung, damit wir lernen, unseren Lebensweg zu finden und diesen auch „gebildet“ durch Christus in Krisenzeiten zu bestehen. Der gute Hirte ist da, Jesus ist uns nahe, weil er auferstanden ist und als Herr des Lebens ewig beim Vater ist – auch wenn wir ihn nicht genauso sehen können, wie seine Begleiter damals.
Wer ihm vertraut, sich an seinem Wort orientiert und bereit ist, eine christliche Lebensweise einzuüben und seine Wege mit Jesus zu gehen, wird nicht in die Irre gehen. Darüber hinaus haben wir die Hoffnung, dass uns der gute Hirte suchen wird und finden wird, wenn wir uns in irgendeiner Sache „verstiegen haben“ und uns wieder zurückbringt, zum guten „Hirten und Bischof eurer Seelen“ (1. Petrus 2,25).

F. Eisel

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du bist unser guter Hirte. Du kennst unseren Weg und weißt wohin uns diese Corona-Krise führen wird. Wir vertrauen auf Dich. Herr, in unserem Land macht sich die Ungeduld breit und viele Menschen sehnen sich zurück zum Normalzustand unserer Gesellschaft. Gib uns Geduld und Ausdauer, damit wir dazu beitragen, eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu vermeiden, indem wir in rücksichtsvoller Liebe miteinander umgehen und die schützen, die zu den Risikogruppen gehören.

Herr, sei bei den Rettungskräften und den Pflegenden. Schütze sie, dass sie sich nicht selbst infizieren und gib ihnen die Kraft, denen beizustehen, die ihre Hilfe und Zuwendung brauchen.Herr, zeige uns, wo wir helfen können und wie wir in Deiner Nachfolge unsern Nächsten Deine Liebe bezeugen können. Herr, tröste alle, die einsam oder krank sind, alle, die um den Verlust eines lieben Menschen trauern und schenke ihnen und uns Lebens-Hoffnung, weil Du mit uns gehst, uns den Weg zeigst und uns trägst, wenn unsere Kraft an ihre Grenzen kommt. Das bitten wir Dich, durch Jesus Christus, unserm Herrn. Amen

Vaterunser, …

Gott segne uns und behüte uns. Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.
Amen.

„Misericordias Domini in aeternum cantabo.“ – „Ich will singen, von der Gnade des Herrn“ (Ps 89,2)

Andachtsblatt für Karfreitag und Ostern


Die hohen christlichen Festtage:

Karfreitag und Ostern

„Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.“
(aus dem Evang. Gesangbuch Nr. 98: Korn das in die Erde)

Auf den Feldern ist aufgelaufenes Saatgut schon zu sehen.

Die Wärme lockt Keimlinge hervor und Büsche und Bäume zeigen ihre Blütenpracht. Wer einen Ertrag haben möchte, der muss zur rechten Zeit säen, nachdem er zuvor den Boden vorbereitet hat.

Karfreitag (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘) ist der Freitag vor Ostern, der auch als stiller oder hoher Freitag bezeichnet wird. Christen erinnern zwar an diesem Tag an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz, doch am dritten Tag nach der Kreuzigung wurde alles anders, alles neu: Die Liebe Gottes setzte sich durch im Sieg Jesu Christi über den Tod. Christus ist auferstanden – die Hoffnung unseres Lebens.

Der Bibelspruch zum Karfreitag und Ostern: 

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein, wenn es aber erstibt, bringt es viel Frucht. (Johnannes 12,24)

Wir erleben in unserem Land in diesem Jahr eine ungewöhnliche Passions- und Osterzeit, in der es sehr ein aufmerksames und rücksichtsvolles Mit-einander ankommt. Abstand halten ist gefragt, wo Nähe uns sonst guttut. Wir sind aufgefordert, Einkäufe mit Augenmaß und Verstand zu tätigen, damit für alle das Lebensnotwendige vorhanden bleibt.

Wir hören von Ärzten, Pflegekräften und medizinischem Personal, von Mitarbeitern in Kranken- und Rettungswagen, Feuerwehren, Ordnungskräften und Mitarbeitern im Einzel- und Großhandel und von Mitarbeitern im Post- und Paketversand, die in diesen Wochen sehr viel zu tun haben, z.T. unter schwierigen Bedingungen, im Einsatz sind für andere, oft mit unzureichenden Selbstschutz-Möglichkeiten.

Wie viele Opfer der Corona-Pandemie es noch geben wird, kann niemand sagen und wann die Vorsichtsmaßnahmen gelockert werden können, auch nicht. Wir brauchen Geduld, rücksichtsvolle Liebe und Achtsamkeit. Eine Gesellschaft lernt ganz neu den Blick auf diejenigen zu richten, die zu den Risikogruppen gezählt werden. Nur gemeinsam, in gegenseitiger Hilfe werden wir diese Krise meistern können.

Uns wird jetzt erst bewusst, wie wichtig es ist, dass die regionale Wirtschaft, das Handwerk, die Landwirtschaft und unser inländisches Gesundheitssystem auf ein stabiles Fundament gestellt werden, das nicht abhängig ist von Firmen, die im Ausland billiger und unter Menschenunwürdigen Bedingungen produzieren.

Wenn die Corona-Krise etwas bewirkt, dann wenigstens dies Bewusstsein, dass der Profit und das Gewinnstreben und -steigerung nicht an erster Stelle stehen sollten, sondern die Frage nach Mitmenschlichkeit und einer fairen Bezahlung für alle Berufsgruppen, damit sich niemand an den Rand der Gesellschaft „gedrückt“ fühlt.

Einsatz für die anderen Menschen erfordert aber die Bereitschaft, mit anderen zu teilen, ihnen helfen, sie wahrnehmen und so den Egoismus ein Stück weit zu überwinden und Nächstenliebe im Umgang miteinander spüren zu lassen.

Lieben“ setzt voraus, dass wir bereit sind, uns für die Nächsten einzusetzen, ihnen etwas abzugeben von unserm Gut und Leben und sich selbst ein Stück weit hinzugeben für die, die Hilfe brauchen.

Von dieser Liebe als Hingabe handelt das Lied 98 in unserem Gesangbuch, das in drei Strophen im Bild des Samenkorns umschreibt, wie unter uns durch das Sterben und Auferstehen Jesu Hoffnung aufkeimt.

Im Kommentar der Liederkunde zum Evangelischen Gesangbuch heißt es in Heft 2, S. 63: „Dem Grundwort des christlichen Glaubens ´Liebe´ wird mit ´wächst´ ein dynamisches Prädikat mitgegeben, das sich im gleich anlautenden ´wie Weizen´ bildhaft erschließt. Das Schlusswort ´grün´ bildet ein weitergehendes Signal, dessen hoffnungsvoller Unterton mit dem Vorgang des Wachstums ins Verhältnis tritt. So wird ´Liebe´ nicht als fertige Größe vorgestellt, sondern in eine lebendige Bewegung einbezogen: So wächst Gottes Liebe.“

Im Kindergarten haben wir im vergangenen Jahr einen Ostergarten gestaltet, um den Kindern den Weg Jesu nach Jerusalem und darin sein Sterben und Auferstehen anschaulich zu machen.
(Bild rechts: Jesus am Kreuz)
(Bild unten: Jesus ist auferstanden)

Frank Eisel, P.

Fürbitten

Barmherziger Gott, lieber Vater. Wir bitten Dich um Ausdauer und

Geduld und um das nötige Vertrauen in Deine Macht.

Du hast der Welt gezeigt, dass Deine Liebe stärker ist als alle Mächte dieser Welt, wir danken Dir dafür.

Tröste alle, die einsam und krank und schenke allen Menschen in Deiner Liebe zu leben, die stärker ist als der Tod durch die Hoffnung des ewigen Lebens, in Jesus Christus, unserm Herrn. Amen

Vaterunser

Gott segne uns und behüte uns. Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen.

Pressemitteilung Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

20.03.2020

+++ Pressemitteilung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers +++

Landeskirche Hannovers bietet Gottesdienste im Internet und in den Socialmedia-Kanälen an

Bis Gottesdienste in Kirchen wieder möglich sind, veröffentlicht die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers jeden Sonntag einen Gottesdienst auf ihrer Internetseite, bei Facebook und auf YouTube. Kirchengemeinden haben die Möglichkeit, das Video auf ihre Internetseite zu stellen. Der erste Gottesdienst kommt am Sonntag, 22. März 2020, aus der Paulus-Kirche in Hannover.

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, hatte die Landeskirche ihren Kirchengemeinden empfohlen, vorerst bis zum 19. April alle Gottesdienste, Andachten und Konzerte sowie Taufen und Trauungen abzusagen bzw. zu verschieben. Dieser Empfehlung sind die Kirchengemeinden in der Regel gefolgt.

„Die Entscheidung, erst einmal bis Ostern keine Gottesdienste in den Kirchen zu feiern, ist uns sehr schwer gefallen. Niemand erinnert sich an eine solche Maßnahme in unserem Land. Doch es gilt in diesen Tagen, die Schwächsten zu schützen,“ sagt Landesbischof Ralf Meister. Viele Kirchengemeinden haben in den letzten Tagen bereits auf die Ausnahmesituation reagiert und veröffentlichen Gottesdienste und Andachten auf ihren Internetseiten oder Socialmedia-Kanälen. „Es ist beeindruckend, was Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone und viele Ehrenamtliche in so kurzer Zeit entwickelt haben. Unser Video ist ein Angebot für die Kirchengemeinden, die so ein digitales Angebot nicht an jedem Sonntag realisieren können,“ beschreibt Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident im Landeskirchenamt der Landeskirche Hannovers, das Ziel des Angebots.

Die Gottesdienste mit einer Länge von ungefähr 20 Minuten werden an unterschiedlichen Orten in der Landeskirche mit der Ortspastorin oder dem Ortspastor aufgenommen. Den ersten gestalten Pastorin Anke Merscher-Schüler (Liturgie und Predigt) sowie der Pastor und Liedermacher Fritz Baltruweit. Zu sehen ist er  am Sonntag ab 8 Uhr auf der Internetseite der Landeskirche (www.landeskirche-hannovers.de),  auf der Facebookseite der Landeskirche (www.facebook.com/kirchehannovers) und auf YouTube (www.zuhause-gottesdienste.de). Kirchengemeinden können den Gottesdienst zu einem beliebigen Zeitpunkt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Die Texte der Lieder können zum Mitsingen vorab auf der Internetseite der Landeskirche heruntergeladen werden. Am Sonntag stehen von 8 bis 13 Uhr Pastorinnen und Pastoren über die Kommentarfunktion von Facebook und YouTube für Gesprächsanliegen zur Verfügung.

Der Gottesdienst am 29. März kommt aus der Marienkirche in Aerzen bei Hameln. Landesbischof Ralf Meister übernimmt die Gottesdienste an Karfreitag und Ostersonntag. Die Produktion liegt beim Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen (ekn).


Weitere Informationen
Der Gottesdienst ist über die folgenden Kanäle abrufbar. Eine Anmeldung ist jeweils nicht erforderlich:
www.landeskirche-hannovers.de
www.facebook.com/kirchehannovers
www.zuhause-gottesdienste.de (führt zum YouTube-Kanal der Landeskirche)