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Entschottert euch!

Liebe Gemeinde, liebe Leser*innen,

haben Sie es auch schon bemerkt? Unsere Friedhöfe verändern ihr Aussehen.
Die Verschotterung von Vorgärten
breitet sich bis dorthin aus. Nicht, weil die Leute so viel Schotter auf der hohen Kante haben. Sondern, weil sie es leichter haben sollen und wollen: die ein Grab pflegenden Angehörigen. Plastikfolie, Schottersteine drauf. Ruhe.
Aber Friedhöfe sind ja keine Betriebsbauhöfe sondern lebendige Ostergärten. Sie sind zeichenhafte Orte für das neue Leben, das unsere Verstorbenen und auch wir erwarten. Darum sind Friedhöfe weltweit voll österlicher Lebenszeichen: Auferstehungsgrabsteine, Hoffnungskreuze, Sieger-Kränze, eine bunte Blumenvielfalt. Glaubenszeichen für die in vielen Religionen erhoffte paradiesische Welt Gottes.
ln der Friedhofskultur unserer jüdischen Schwestern und Brüder gibt es ein sehr berührendes Ritual: Wer ein Grab besucht, legt einen Stein auf den Grabstein. Ein tröstliches Zeichen: Hier war ein Mensch, der sich am Grab an die gemeinsame Zeit erinnerte und für die Angehörigen betete. Diese Steine sind Zeichen einer lebendigen Hoffnungsgemeinschaft.
Die Bibel erzählt: Gott beauftragt Menschen, die Erde zu bebauen und zu bewahren 1. Mose 1,28.
Menschen tun dies besonders auf unseren Friedhöfen: Allein oder gemeinsam. Traurig und zugleich hoffnungsfroh. Sie üben sich ein in die Arbeit in Gottes Garten und in die Freude Gottes an allem, was grünt und blüht.
Friedhöfe sind immer schon ein öffentliches Bild unserer Lebens- und Sterbekultur: wie wir Menschen miteinander umgehen, mit unseren Toten und mit Gottes fruchtbarer Erde.
Mit dem Propheten Jesaja 35,1-2 hoffe ich, dass nicht nur unsere Friedhöfe ihr Aussehen bald verändern: Und das öde Land wird blühen und lachen und jauchzen.

Ihr Pastor
Dirk Schliephake
  

 


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