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Corona Virus!
Der Verlauf in der Entwicklung der Corona-Pandemie geht auch an unserer Kirchengemeinde nicht spurlos vorüber!
Eine große Anzahl von Terminen muß aus Sicherheitsgründen umgeplant, abgesagt oder in anderer Form stattfinden.

Änderungen der Terminlage werden zeitnah unter „Aktuelles/Termine & Gottesdienste“ veröffentlicht.


Liedstrophe im Evanqelischen Gesangbuch
428,4
“Komm in unser festes Haus, der du nackt und ungeborgen.
Mach ein leichtes Zelt daraus, das uns deckt kaum bis zum Morgen; denn wer sicher wohnt vergisst,
dass er auf dem Weg noch ist.“


Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinen und Leser,

wir sind ständig unterwegs, ob in der Familie, im Beruf, in der Gemeinde, der Gesellschaft oder in unserem Land. Wer meint, er sei schon angekommen und müsse sich nicht mehr bewegen, wird zurückbleiben. Auch Kirche muss sich bewegen und verändern, sich zu den Menschen hinbewegen und immer wieder nach neuen Wegen suchen, die vertraute Botschaft neu zu formulieren, sie dem Sprachduktus und den Lebensgewohnheiten anzupassen.
Wir sind als Gemeinde wanderndes Gottesvolk, wir sind auf dem Weg zur Ewigkeit Gottes, die jetzt noch nicht sichtbar ist, dann aber einmal für Alle erkennbar sein wird – und das Schönste daran ist, dass wir niemals alleine sind. Gott geht mit, er wandert mit seinem Volk durch die Geschichte und durch die Zeiten, die uns vor neue Herausforderungen stellen. Jesus wanderte mit seinen Jüngern auch durch das Land und brachte Gottes Liebe zu den Menschen. Wenn es mir nur ein Stückchen weit gelungen ist, Gottes Liebe weiterzutragen und an der einen oder anderen Stelle Wegbegleiter gewesen zu sein, dann freue ich mich darüber.
Wir haben bewusst ein Titelbild erstellt, das zeigt, wie sehr gerade auch Pastorinnen und Pastoren Wegbegleiter auf Zeit sind. Und ich finde es sehr treffend, dass vor unserem Gemeindehaus ein Baustellen-Schild steht. Gemeinde zu bauen, hört nie auf. Es gibt so manche Projekte, die ich gerne noch mitgebaut hätte (ich denke an einen längst überlälligen Jugendraum; daran, dass die Landjugendhütte ein Dach bekommt, das dicht ist; ich hätte sehr gerne einen eigenen Glockenturm auf dem Friedhof in lsenbüttel gesehen und dort eine Glocke läuten gehört; auch hätte ich es als Bereicherung empfunden, wenn es möglich gewesen wäre, in Wasbüttel schönere individuelle Antependien anfertigen zu lassen, die besser in diese wunderbare alte Kapelle passen, als die roten Antependien, usw.).
Dennoch haben wir gemeinsam Vieles angeschoben oder schon umgesetzt und dafür bin ich dankbar. Kirche ist und bleibt eine Baustelle, denn sie Iebt und verändert sich und altert an der einen oder anderen Stelle, wie wir ja auch. ln dem oben zitierten Lied von Hans von Lehndorff, heißt es treffend: „………denn wer sicher wohnt vergisst, dass er auf dem Weg noch ist.

Wohnen viele Menschen in unserem Land und auch in lsenbüttel zu sicher? Denken wir, dass uns nichts so schnell treffen oder umhauen kann, weil wir abgesichert sind, in vielerlei Richtungen?
Die Corona-Pandemie zeigt uns etwas Anderes! Es kann ganz schnell  ganz anders kommen, als gedacht. Viele Trauungen und Taufen mussten verschoben werden, Ehejubiläen und runde Geburtstage in kleinem Kreis gefeiert werden und die Konfirmationen finden nun zu ungewöhnlicher Zeit unter Corona-Bedingungen am 13. September statt.
Und meine Zeit als Pastor in der St. Marien-Kirchengemeinde neigt sich auch dem Ende zu, denn für mich als Pastor und für uns als Familie geht es aus verschiedenen persönlichen Gründen in Bleckede/Elbe weiter. In einem neuen Gemeindeverband mit 5000 Gemeindegliedern werden wir hoffentlich bald mit 2 Pastorenstellen Gemeinde- und Gottesdienstleben in 5 Kirchen weiter ausbauen und Iebendig halten.
Auch dort werde ich mich auf einer großen Kirchen-Baustelle einbringen, denn drei Gemeinden werden ab 01.01.2021 zu einer großen Gemeinde fusionieren. Es wird ein gemeinsames Gemeinde- und Vewaltungszentrum geben, in dem die Fäden zusammeniaufen und die Gemeinden werden noch intensiver Zusammenwachsen und den ,,Wir-Gedanken“ von Kirche und Gemeinde stärken müssen.
Die Gemeinden Barskamp/Alt Garge, Bleokede und Garlstorf/Radegast sind in unserem Sprengel Lüneburg beispielhafte ,,Vorreiter“ in einem Prozess, vor den jede Gemeinde unserer Kirche früher oder später gestellt werden wird. Denn bei abnehmenden Kirchgliederzahlen und gleichzeitig geringer werdender Zahl von Theologiestudierenden wird es zu Zusammenschlüssen kommen müssen, ob wir wollen oder nicht. Da empfinde ich es besser, zu agieren, als nur aui eine sich aufdrängende Situation zu reagieren, denn so bleibt der selbstbestimmte Gestaltungsspieiraum größer.
Ich wünsche für Sie/Euch und uns natürlich auch, dass Gott unsern Weg in der Kirche auch weiterhin mit seinem Segen begleitet und uns gelingen Iässt, was dem Bau seines Reiches dient.

Ihr / Euer Frank Eisel, P.

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